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Eigentumswohnungen für Geringverdiener – Zukunftsperspektive auch bei kleinem Budget


Eine eigene Wohnung besitzen – für viele Menschen, die in Deutschland zu den Geringverdienern zählen, bleibt das bisher ein unerfüllter Traum. Dabei belegt eine neue Studie, dass gerade diejenigen, die ohnehin mit einem kleinen Budget zurechtkommen müssen, durch Wohneigentum erheblich sparen könnten. Mit innovativen Finanzierungsmodellen und staatlicher Unterstützung könnte die Idee gelingen.

Bis zu 30 Prozent sparen durch Wohneigentum

Wer eine eigene Wohnung besitzt, hat langfristig wesentlich weniger Ausgaben. Wie Experten des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln kürzlich herausfanden, liegen die Kosten bei Selbstnutzern durchschnittlich ganze 30 Prozent unter denen von Mietern. Selbst in Ballungsgebieten zahlen Eigentümer normalerweise etwa 20 Prozent weniger. Ein guter Grund, gemeinsam zu überlegen, wie auch Familien oder Singles mit kleinem Einkommen an dieser Möglichkeit teilhaben könnten.

Nachrangdarlehen zur Finanzierung

Um eine eigene Wohnung oder gar ein kleines Haus zu kaufen, fehlt Geringverdienern in aller Regel schlichtweg das nötige Geld. Zudem haben sie ohne entsprechende Rücklagen in Deutschland bisher kaum Chancen auf einen Kredit, der es ihnen erlauben würde, in eine Immobilie zu investieren. Experten schlagen deshalb vor, zur Finanzierung Nachrangdarlehen mit staatlicher Garantie als Eigenkapitalersatz einzuführen. Diese sollten dann, ähnlich wie Wohnberechtigungsscheine, bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe nur an diejenigen vergeben werden, die auch tatsächlich auf Unterstützung angewiesen sind.

Sonderausgaben für sozialen Wohnungsbau

Ob und wann es zu solch einer Anpassung der Förderinstrumentarien kommt, wird sich noch zeigen. Positive Neuigkeiten für Geringverdiener gibt es allerdings schon insofern zu vermelden, dass im Bundeshaushalt 2017 allein 1,3 Milliarden Euro zusätzlich für den sozialen Wohnungsbau eingeplant sind. Damit auch die Investition in Wohneigentum zu unterstützen, könnte sich gleich in mehrfacher Hinsicht lohnen. Schließlich geht es hier nicht nur um die Einsparmöglichkeiten des Einzelnen und einen Zugewinn an Lebensqualität, sondern auch um die Chance, eigenverantwortlich etwas für die persönliche Altersvorsorge zu tun – und staatliche Kassen so auf Dauer vielleicht sogar zu entlasten.

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